Maschpark

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Der Maschpark

Der Maschpark ist eine typi­sche Garten­anlage aus der Zeit vom Ende des 19. Jahr­hunderts. Die ruhige dezente Anlage des Maschparks ist ein gutes Bei­spiel, für das aus mehreren verschie­denen Garten­bau­stilen be­stehende „gemischte“ Garten­konzept dieser Zeit. Der 0,1 km² große Maschpark mit seinem mittigen großen Teich, der maler­ischen Brücke und den geschlän­gelten Wegen wurde im Zusammen­hang mit den umlie­genden Großbauprojekten des Neuen Rathauses und des Landes­museums ange­legt. Haupt­merkmal des Parks ist der Teich mit seinen vielen Buchen entlang des Ufers.

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Standort Maschpark im Stadtgebiet Hannover

Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter ODbL

Art der Parkanlage:
Stadtpark im Stil
des ausgehenden
19. Jahrhunderts

Fläche:
0,1 km²

Zieladresse:
Culemannstraße 10
30169 Hannover

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Der Park hat eine drei­eckige Form. Im Nor­den steht das Neue Rathaus, dass den Park stark domi­niert. Da­hinter liegt der Trammplatz. Sehr nah am Park sind eben­falls das Mu­seum August Kestner und das städtische Bauamt. In un­mittel­barer Nähe liegen auch das Sprengel-Museum und das Nieder­sächsi­sche Landes­museum. Im Süden geht der Park über in die grüne Land­schaft der Leine­aue mit dem Maschsee und der Leine.


Überblick und Beschreibung

Man braucht nur kurz durch den Park zu gehen um den Charme der Anlage zu er­kennen. Die Rasen­flächen und Baum­gruppen um­schlie­ßen in­teressant wir­kende Park­räume und die Führung der Wege ergibt zu­sammen mit dem Ganzen einen schönen und harmo­nischen Ein­druck.

Zentraler Bestand­teil des Parks ist der 0,03 km² große Teich. Der aus diver­sen Einbuch­tungen und Vor­sprüngen be­stehen­de Teich, verengt sich seit­lich in süd­licher Rich­tung unter einer Bogen­brücke und mündet dann in einen neuen land­schaft­lichen Park­raum. Das lässt ein anmutig gestal­tetes Gewässer ent­stehen, welches zu­sammen mit Baum­kulissen und Rasen­flächen ein maleri­sches Park­bild ergibt.

Maschpark mit Maschteich und Rathaus
Maschpark mit Maschteich und Rathaus (groß)

Wenn man den Maschteich um­rundet, kann man in dichtem Abstand viele unter­schied­liche Ein­drücke er­fahren, die durch das Zusammen­spiel von Natur­elementen und Gebäuden erzeugt werden. Vor dem Rathaus befindet sich eine breite, repräsen­tative und symme­trische Terrasse, von der man einen herrli­chen Blick über den Maschpark hat. Als Gegen­satz zu der geschwun­genen Ufer­linie des Masch­teiches führt von der Rathaus­terrasse eine gerade symme­trische Treppe mit breiten Treppen­stufen zum Teich. An dieser Stelle steht auch die von Toni Stadler im Jahr 1965 ge­schaffene Bronze­skulptur „Ägäis“, eine liegende weib­liche Gestalt.

Gegenüber auf der anderen Seite des Teiches liegt eine in freien Formen gestal­tete Felsen­halb­insel, die mit Tuffstein­blöcken wie eine alpine Miniatur­land­schaft wirkt. Dieser malerische Land­schafts­aus­schnitt bekommt durch eine Sumpf­zypresse noch einen beson­deren Akzent. Von der Felsen­halb­insel aus er­öffnet sich ein beein­drucken­der Blick auf das riesige und elegante Gebäude des Neuen Rathauses, das sich malerisch im Teich­wasser spiegelt. Das „Schottische Kreuz“, eine Bild­hauer­arbeit aus dem Jahre 1960 vom Künstler Henry Moore, kann man ebenso an diesem Ort bewundern, wie das etwas weiter im gleichen Park­bereich gele­gene Denkmal von Georg Herting aus dem Jahre 1907. Es wurde zu Ehren von Julius Trip auf­ge­stellt, dem Begründer des Maschparks. Gleich in der Nähe der Felsen­halb­insel gibt es noch eine See­rosen­bucht. Roman­tisch und idyllisch ist auch der Blick von der schmiede­eisernen Brücke. Von hier sieht man das grün um­rahmte Rathaus, sich im Wasser spiegeln.

Die Gartenpartien des Parks weisen heute eine viel­fältige Be­pflan­zung auf. In fast jeder Jahres­zeit gibt es hier blühende Pflanzen. Unter anderem sind es immer­grüne Arten, wie Rhodo­dendron oder Koniferen. Aber auch bota­nische Exoten wie Magnolien, Trompeten- oder Tulpen­baum kann man hier bestaunen. Im Früh­ling kann man sich an den dichten Be­ständen von blühenden Krokus, sibi­rischen Blaustern, Oster­glocken und Dichter­narzissen erfreuen. Im Sommer blühen vor allem am west­lichen Rand der Teiche entlang des Ufers Stauden wie Geiß­bart, Frauen­mantel und Funkien. Im Herbst, wenn sich das Laub färbt, kann man die ganze Pracht der vielen unter­schied­lichen in- und aus­län­dischen Bäume bewundern.

An markanten Stellen wurden im Park impo­sante Bäume, wie ameri­kanische Rot­eiche, Platane oder Silber­ahorn gepflanzt. Beim Bau des Maschparks gelang es eben­falls etwa 100 große Bäume aus der Eilenriede und vom Friedrichs­wall in diese Anlage zu ver­pflanzen. Einige dieser Bäume sind heute noch vor­handen.

Der Maschpark ist mit seinen vielen Wegen auch ein Durch­gangs­raum für Berufs­tätige, Touristen und Besucher der Innen­stadt, des Rathauses, des Kestner-, Landes- oder Sprengel-Museums, der AWD-Arena, des Stadion­bades, des Sport­parks und des Schützen­platzes sowie verschie­dener Stadt- und Landes­behörden. Seit dem Jahr 1985 sind die Wege im Maschpark nach den Partner­städten benannt. Sie tragen Städte­namen wie Hiroshima, Rouen, Perpignan oder Bristol. Der Maschpark wird seit­dem auch als „Park der Partnerstädte“ be­zeichnet.


Geschichte vom Maschpark

Bis zum Ende des 19. Jahr­hunderts war dieser Bereich der vor­deren Masch­wiesen ein Über­schwemmungs­gebiet der Leine. Man hatte von der Höhe des Frie­drichs­walles noch einen weiten Blick über die weit­räumige Masch bis zu den fernen Höhen­zügen des Deisters. Dieser Aus­blick war damals ein Anstoß, um dort etwas Besonderes zu bauen. Aber erst um die Jahre 1897 bis 1998, als man sich ent­schied dort das Rathaus zu bauen, wurden die Über­le­gungen konkreter. Dazu kam dann noch als weiteres großes Bau­projekt, der Bau des Provinzial­museums, heute als Landes­museum bekannt.

Nachdem die vorge­schlagene Art und der Umfang der Be­bauung für die beiden großen Gebäude fest­standen, wurde die Garten­ver­waltung beauf­tragt einen end­gültigen Plan für die vordere Masch aus­zu­arbeiten. Der Stadt­garten­direktor Julius Trip entwarf im Jahr 1895 ein Konzept, dass einer­seits Bezug auf die geplanten Gebäude nahm und anderer­seits die natür­liche Land­schaft der Masch­niederung und des Weit­blicks zu den fernen Höhen­zügen berück­sichtigt.

Auf der Grundlage der von Julius Trip vor­ge­legten Planung wurde im Jahr 1899 am Friedrichs­wall mit dem Bau des Maschparks begonnen. Der erste Spaten­stich erfolgte am 21. August 1899. Im Jahr 1902 waren der Teich ausge­graben und die wichtig­sten Pflanzungen ausge­führt. Mit einem Leine­deich schütze Julius Trip das Masch­gelände vor Hoch­wasser und über­formte es dann voll­ständig. Um Platz für das Rathaus zu schaffen, ließ er aus den Anlagen am Friedrichs­walle 56 Bäume ver­setzen. Weitere Bäume wurden noch aus der Eilenriede ver­pflanzt. Dies war der Beginn der Umge­stal­tung der Leineaue in ein städtisches Erholungs­gebiet. Der Maschpark war zudem damals der erste kommunale Park in Hannover.

Im Jahr 1907 folgte, als Ergänzung des Garten­geländes vor dem Provinzial­museum, der Bau einer großen Denk­mal­anlage. Sie wurde im zweiten Welt­krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Erst im Jahr 1913 kamen die Bauar­beiten mit der Terrassen­anlage auf der Süd­seite des Rathauses zum Ab­schluss. Das Neue Rathaus wurde ebenfalls erst im Jahr 1913 fertig gestellt.

Am Anfang des 20. Jahr­hunderts reichte der Maschpark bis an die Leine­aue, bis er dann durch die Culeman­straße getrennt wurde. Seitdem hat die Anlage aber ihre ursprüng­liche Form nicht ver­ändert. Einzige Ausnahme ist ein Kinder­spiel­platz, der später noch in den Park einge­fügt wurde. In den Jahren 1990 bis 1992 sind noch einzelne Teile des Maschparks restauriert und in der ursprüng­lichen Gestal­tungs­idee wieder heraus­ge­arbeitet worden. Dazu wurde die "alpine Miniatur­landschaft" auf der Felsen­halb­insel neu aufge­baut und bepflanzt. Die Garten­fläche des Maschparks vor dem Landes­museum erhielt eine neue Ein­rahmung. Zudem wurde auch die Terrassen­anlage vor dem Rathaus res­tauriert.

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